7.Mannschaft: SF Altenfurt 6:2 geschlagen. Aufstieg sicher!

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arrow-up-green AufsteigerMission Aufstieg erfüllt!

Am 12.4.2013  kam es zum direkten Vergleich zwischen den beiden Spitzenreitern der Kreisliga 3 in der Saison 2012/13. Würden wir uns wieder punktgleich trennen und die Entscheidung auf den letzten Spieltag verschieben? Lesen sie hier eine weitere Folge aus der Serie ,,Auftrag: Aufstieg!"

Seit dem ersten Spieltag hing uns Altenfurt an den Hacken wie alter Kaugummi. Als wir in der 6. Runde gegen Zirndorf patzten, kopierten sie uns mit einem 4:4 gegen Neumarkt. Nur ein mickriger Brettpunkt trennte uns.

Seit gestern sind es 3 Mannschaftspunkte und 5 Brettpunkte nach unserem Wunschergebnis 6:2.

Niemand ist darüber  erstaunter als der Chronist, der Mannschaftskapitän und der 1. Vorstand in Personalunion.

2 SF Altenfurt DWZ - SW Nürnberg Süd 7 DWZ 2 - 6
1 1 Sörgel, Frank 2054 - 1 Siegl, Adrian 1747 ½ - ½
2 2 Raith, Ferdinand 1652 - 2 Ionov, Serguei 1601 ½ - ½
3 3 Mayer, Michael 1534 - 3 Höhenberger, Robert 1613 ½ - ½
4 4 Werner, Gerhard 1534 - 4 Pörzgen, Michael 1589 ½ - ½
5 5 Volkert, Jens, Dr. 1509 - 6 Ehmer, Marty 1558 0 - 1
6 6 Hahn, Georg 1513 - 7 Elpelt, Volker 1531 0 - 1
7 8 Hahn, Hans 1441 - 8 Erlbeck, Simon 1526 0 - 1
8 10 Bamberger, Roland 1237 - 10 Eisenmann, Willibald 1495 0 - 1
Schnitt: 1559 - Schnitt: 1582  

Vielleicht waren das zu viele Aufgaben auf einmal für meine schwachen Nerven. Dazu auch noch anständig Schach spielen wollte mir nicht gelingen. Obwohl mein Gegenüber in mir wohl seinen Angstgegner sah (bisher hatte ich 2:0 gegen ihn gespielt). Entsprechen zögerlich ging er meinen Konigsinder an und kam in eine gedrückte Stellung. Aber ich vermischte planlos die Motive und sah dann nur noch Abtauschserien ohne Vorteil.

Aus den Augenwinkeln sah ich links und rechts von mir zwei sehr ungleiche Läufer zuschlagen.

Auf Brett 2 übersah Serguei Ionov einen weißen Läufer, der als Bauer verkleidet auf Beute lauerte und erbarmungslos seinen Turm schlug. Das hielt Serguei nicht davon ab,  weiterzuspielen, als ob er nur einen Bauern geopfert hätte.

An Brett 5 spielte Marty die Idealversion der klassischen Läuferopfers auf h7, mit sprungbereitem Springer für das Schach auf g5 und vollstreckender Dame zur Mattdrohung auf der offenen h-Linie. Ich schob ihm schon den Spielbericht zu, aber sein Gegner tauschte noch seine Dame gegen den Springer und verschob das unvermeidliche Ende um ein paar Züge.

1:0

Simon Erlbeck hatte es auch eilig, nach Hause zu kommen.

Volker ,,Eilzug" Elpelt sah sich überholt und gewann erst als dritter.

Die Mannschaft war in Fahrt gekommen.

3:0

 Ich dachte über verschiedene Züge nach, die alle zu Ausgleich für Weiß zu führen schienen und machte darum einen anderen Zug ohne nachzudenken, der sofort einen Springer ungedeckt ließ und einstellte. Ich bemerkte meinen Patzer, erbleichte, und bot  Remis, was mein Gegner erleichtert annahm.

   : ½

Adrian Siegl spazierte immer mal munter herum und schien durch die 2054 DWZ seines Gegners nicht sonderlich beeindruckt.  Er hatte irgendwas mit 1. f4  vorbereitet, sein Gegner wollte mit  c5 in sizilianische Stellungen kommen und Adrian hatte seine Partie auf dem Brett.  Je mehr andere Partien beendet wurden umso mehr Zuschauer sammelten sich an Brett 1. Adrian gewann einen Bauern und beschloss, dass er auch die Partie gewinnen will.

Vorher gewann aber noch Willibald Eisenmann, mit einer Qualität und einem Bauern mehr und machte den Sack zu.  

4½ : ½

Bretter  5 bis 8 alle gewonnen, Bretter 1 bis 3 spielten noch.

Würden wir nicht mindestens Brett 2 verlieren?  Je ein weißer und ein schwarzer Bauer liefen ihrer Umwandlung entgegen, aber Weiß hatte 2 Türme, Schwarz nur einen. Klarer Fall: remis. Denn Serguei schaffte das Kunststück, mit  Schachgebot den letzten Turm auch noch als Opfer anzubieten just  als die weiße Dame erschien.  Hätte der König das Turmopfer angenommen, wäre er auf die Grundreihe gezerrt worden, und der Bauer wird mit Schachgebot zur Dame mit verheerenden Folgen.  Also zog er zur Seite und der lästige Turm auf der Grundreihe hinterher. Dauerschach durch ungedeckten Turm  als Belohnung für drei Stunden Schach mit einem Turm weniger. Bravo.

5 : 1

Alles war klar, Robert Höhenberger nahm in vielleicht leicht besserer Stellung das Remisangebot an und  gesellte sich zum Adrian-Siegl-Fanblock.

5½ : ½

Adrian quälte seinen Gegner mit einem Mehrbauern  und einer halben Stunde plus durch ein Endspiel  und spielte zäh und umsichtig auf Sieg. Großes Kino! Einmal ließ er zu, dass sein nicht so wichtiger h-Bauer  mit Schach fällt, er dafür aber später den wichtigeren Blockadebauer auf der e-Linie bekommt. Ganz zum Schluss, als andere wohl schon lange im Bett lagen, wählte er leider einen etwas umständlichen Plan zur Umgruppierung seines Springers, der wohl den Mehrbauern kosten würde. Er bot Remis, und sein Gegner nahm es erleichtert an, unter dem Applaus der Kiebitze.

RgMannschaft12345678910MPktBPkt
1. SW Nürnberg Süd 7 ** 6 5   6 6 6 4 6 22 - 1 44,5 - 18,5
2. SF Altenfurt 2 **   5 4 19 - 4 39,5 - 24,5
3. SG Freystadt/Postbauer-Heng 5 3   ** 5 5 18 - 6 41,5 - 22,5
4. SG M-R/Schwabach 4   ** 6 6 6 15 - 9 38,5 - 25,5
5. SW Nürnberg Süd 8 1 3 3 ** 5   4 5 10 - 13 28,0 - 35,0

Der Aufstieg ist uns nicht mehr zu  nehmen. Hoffentlich sehen wir die Altenfurter wieder in der K2.

Letzte Runde am 26.4. zuhause gegen Mühldorf-Reichelsdorf/Schwabach 4 spielen wir nur noch zum Spass.