4. Mannschaft liefert sich spanndendes Duell mit SK Herzogenaurach 3

Kategorie: 4.Mannschaft  2760 hits

Noch immer leicht benommen vom einstündigen gebannten Luftanhalten zum Finale des Wettkampfs, hier der Bericht aus der Bezirksliga 2a:

Nach emsiger Aufbauarbeit (Dank an Thomas & Chris Körber, Georg Pühn sowie Marty Ehmer) kann es pünktlich losgehen.

Auf Brett 1 kommt es zur ganz schnellen Entscheidung: Christians Gegner wollte eigentlich mit Fabian spielen (der spielt aber nicht Schach, sondern Snooker), und bietet daher mit dem ersten Zug remis an. Als Schwarzer nimmt Chris gerne an. ½ - ½

Nächster ist Juri auf Brett 5. Nein, kein schnelles Remis, obwohl er dreimal remis bietet. Doch die Gegnerin lehnt konsequent ab. Juri setzt sich durch. 1½ - ½

Leon auf Brett 8 spielt solide - bis er übersieht, dass der Gegner einen Läufer auf h2 opfern kann. 1½ - 1½

Mangels anderer Ideen versuche ich einen Königsangriff zu inszenieren. Der Gegner tut mir den Gefallen und lässt die Öffnung der h-Linie zu. Sieg auf Brett 3. 2½ - 1½

Heinz auf Brett 6 steht eigentlich immer ungefährdet etwas besser. Schließlich kann er kraftvoll im Zentrum durchbrechen. 3½ - 1½

Damit brauchen wir noch einen Punkt aus drei verbleibenden Partien zum Sieg. Marty steht wohl etwas schlechter, aber mit berechtigter Hoffnung auf Remis, bei Thomas sieht es nach "tot remis" aus und Claudiu steht klar auf Gewinn, allerdings mit wenig Zeit in sehr taktischer Stellung. "Man soll das Fell des Bären ja nicht verteilen bevor ..." - aber nicht nur ich sehe unsere Mannschaft klar auf der Siegerstrasse.

Tja, Claudiu hat eine klar gewonnene Stellung, aber es gibt über viele Züge meist nur einen Gewinnweg. Wenn man den in Zeitnot nicht findet, dann kippt es. Drei Züge vor der Zeitkontrolle passiert's leider. Claudiu steht nun noch nicht unbedingt auf verlorenem Posten, aber deutlich schlechter. Oft findet man in solchen Fällen aber nicht mehr ins Spiel, und so geht's auch Claudiu. Rasch geht die Partie verloren. 3½ - 2½

Marty hat in der Zwischenzeit eine glasklare Remisstellung mit ungleichen Läufern erreicht. 4 - 3

Jetzt kommt's auf Thomas an - Remis würde reichen. Die Kiebitze versammeln sich um Brett 2. Im 62. Zug unterläuft ihm ein Patzer - der Gegner kann einen Bauern erobern. Schlimmer noch: Die bisher verzahnte Bauernstellung öffnet sich, womit die Partie eben nicht mehr "tot remis" ist.
Ironischerweise zeigt die Computeranalyse, daß der vermeintliche Patzer gar keiner war. Als der Gegner einen weiteren Bauern nimmt, steht Thomas eigentlich sogar vorteilhaft, da auch er Spiel bekommt.
Wenig später könnte Thomas sogar klar gewinnen, wenn er beherzt auf seinen Freibauern setzen würde, aber die Zeit wird langsam enger, und der "Patzer" hängt wohl noch nach, und so er spielt auf "halten".
Die Stellung ist wieder eindeutig remis, aber Thomas ist knapp an Zeit, und stets unangenehm in der Defensive. Lange kommt der Gegner zwar irgendwie voran und macht den Raum für Thomas immer enger, aber die 50 Züge seit dem letzten Schlagzug kommen langsam in Sicht.
Wird Thomas in der knappen Zeit noch die paar Züge durchhalten?
Leider nein. Der Gegner kann noch rechtzeitig (~10 Züge hätten noch gefehlt) einen weiteren Bauern gewinnen. Die Stellung wäre womöglich sogar noch remis zu halten, aber nicht mit der wenigen verbleibenden Zeit. 4 - 4

Fazit: Es war spannend. Das ist schließlich der tiefere Sinn eines sportlichen Wettkampfs. Und mit dem Ergebnis können wir als DWZ-schwächere Mannschaft ja auch ganz zufrieden sein. Obwohl würde ja doch um-ein-Haar wäre wenn nicht soo-unglücklich hätte eigentlich verdient soo-nahe-dran ... cry

 

3 SW Nürnberg Süd 4 DWZ - SK Herzogenaurach 3 DWZ 4 - 4
1 2 Körber, Christian 1786 - 1 Wahl, Markus 1850 ½ - ½
2 3 Körber, Thomas 1774 - 2 Trockmann, Rafael 1826 0 - 1
3 5 Dyroff, Roland 1809 - 3 Wolter, Norbert 1824 1 - 0
4 6 Bala, Claudiu 1742 - 5 Habermann, Manfred, Dr. 1797 0 - 1
5 7 Switt, Juri 1689 - 6 Steinmüller, Stefanie 1790 1 - 0
6 8 Wieczorek, Heinz 1676 - 7 Habermann, Horst 1722 1 - 0
7 9 Ehmer, Marty 1675 - 8 Zeltner Pavlovic, Tobias 1647 ½ - ½
8 11 Heinrich, Leon 1425 - 12 Schoebel, Klaus 1618 0 - 1
Schnitt: 1697 - Schnitt: 1759