2014/15

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K2: 7. Mannschaft 5:3 Heimsieg gegen Altenfurt

Kategorie: 7.Mannschaft  1993 hits

Jetzt mit Nachtrag aus Sicht des Mannschaftskapitäns Robert Weidenhöfer!

In den letzten Jahren waren wir immer erfolgreich gegen Altenfurt, allerdings immer in Altenfurt.

Als Heimspiel war es so etwas wie eine Premiere. Und schon während dem Aufbau der Bretter überraschten uns unsere Gäste mit einer Vorschrift in der Turnierordnung, dass die Gastmannschaft mit dem Gesicht zur Tür und dem Rücken zur Wand zu platzieren sei. So war es auch bei all unseren Auswärtsspielen gegen Altenfurt der Fall gewesen. Es war uns nur nie aufgefallen und niemand von uns kannte diese Vorschrift.  Als gute Gastgeber ließen wir unseren Gästen die entsprechenden Plätze, ohne dazu die Turnierordnung zu bemühen. 

Wir traten in gewohnt kompakter Aufstellung auf, Startnummern 1 bis 9, nur Marty Ehmer mit der Nummer 3 fehlte.

In Martys Abwesenheit borgte ich mir seine Lieblingswaffe gegen Sizilianisch, den Grand-Prix-Angriff. Marty hatte damit viele schnelle spektakuläre Siege in der Kreisliga. Nach meiner Patzerpartie in der Vereinsmeisterschaft am Abend vorher hoffte ich auf einen schnellen Sieg. Nach 6… Läufer g4, gefolgt von 7. … Springer d4 stand ich aber schon leicht schlechter. Mein Gegner hielt sich dann nicht an zwei sinnvolle Faustregeln: „Die Drohung ist stärker als ihre Ausführung.“ Und „Entwickele dich und bring deinen König in Sicherheit!“ 

Um meine Rochadestellung zu ruinieren, tauschte er sofort meinen Springer, der einmal gezogen hatte, gegen seinen, der dreimal gezogen hatte. Er verlor noch ein Tempo, weil mein Bauer seinen Läufer angriff. Ich hielt mich an die allgemeine Regel „Ist der gegnerische König im Zentrum, öffne es“ und spielte e5. 

Mein Gegner kam mir sehr entgegen und öffnete die e-Linie, statt sich mit Bauernverlust abzufinden. Vielleicht dachte er, er könne mit zwei Läufern die Linie lange genug blockieren, um zur Rochade zu kommen. Ein folgenschwerer Irrtum. 

 

Unverhofft hatte ich meinen Plan, schnell zu gewinnen, erfolgreich umgesetzt und konnte nach Hause gehen, obwohl ich damit meine Chronistenpflichten grob verletzte.  Die Ergebnisse an den anderen Brettern waren da noch nicht absehbar und ich habe sie erst durch den Ligamanager erfahren. Vielleicht kann ich euch noch ein paar der anderen Partien nachreichen.

5. Runde am 30.01.15
1 SW Nürnberg Süd 7 DWZ - SF Altenfurt DWZ 5 - 3
1 1 Kauer, Reinhard 1670 - 1 Sörgel, Frank 2048 0 - 1
2 2 Ackermann, Jörg 1663 - 2 Volkert, Jens, Dr. 1551 0 - 1
3 4 Höhenberger, Robert 1612 - 3 Mayer, Michael 1528 ½ - ½
4 5 Pörzgen, Michael 1606 - 5 Raith, Ferdinand 1611 1 - 0
5 6 Elpelt, Volker 1573 - 7 Volkert, Jörg 1416 1 - 0
6 7 Ionov, Sergey 1541 - 9 Roßner, Hermann 1379 ½ - ½
7 8 Weidenhöfer, Robert 1612 - 10 Bamberger, Roland 1256 1 - 0
8 9 Berntgen, Michael 1510 - 12 Lucas, Kai 1512 1 - 0
Schnitt: 1598 - Schnitt: 1537  

Nachtrag: Spielbericht aus Sicht des Mannschaftskapitäns Robert Weidenhöfer:

Spielbeginn pünktlich um 19.30 Uhr

ca. 20:15 Uhr: El Presidente (gemeint ist Michael Pörzgen, Patz 8 in der Top 10 der K2, Anmerkung des Chronisten) gewinnt nach Figurengewinn und Tausch Läufer gegen Dame die Partie.    

1   : 0

ca. 21:15 Uhr: Serguei Ionov bekommt ein Remisangebot, das er gerne annimmt, mit  Springer + 6 Bauern (Serguei) gegen Turm + 5 Bauern. Beide sahen mehr Risiken als Chancen.

1,5 : 0,5

ca. 21:30 Uhr: Robert Weidenhöfer setzt im 23. Zug seinen deprimierten Gegner Matt.

 

2,5 : 0,5

ca. 21:45 Uhr: Michael Berntgen gewinnt wegen Mehrfigur. (Ein geopferter Springer für 2 Bauern, vielleicht hat der Gegner zu früh aufgegeben)

 

3,5 : 0,5

ca. 21:50 Uhr: Robert Höhenberger holt Remis in einer Mikado-Stellung. Wer sich zuerst bewegt, verliert.

4   : 1

ca. 22:00 Uhr: Volker Elpelt (Platz 3 der Top 10 in der K2) gewinnt und holt damit den Mannschaftssieg. Nachdem er im 15. Zug einen Bauern hergeben musste, hat er (lt. eigener Aussage) ab dem 20. Zug das Spielen angefangen. Das Endspiel erreichte er mit 2 Mehrbauern. Nach Abtausch der Schwerfiguren war neben den Bauern nur  noch ein Pferd auf jeder Seite übrig - und Volkers a-Bauer war unhaltbar. („Springerendspiele sind wie Bauernendspiele“, Anmerkung des Chronisten)

 

5   : 1

ca. 22:45 Uhr: Jörg Ackermann muss nach einer guten Partie leider aufgeben: Der  
Gegner war mit seinem Bauer schneller und zwang Jörg damit zum Tausch des Läufers gegen  
Bauer nebst Partieverlust.

5   : 2

ca. 23:00 Uhr: Reinhard Kauer hatte nach langem Kampf in schlechterer Stellung  
seinem viel zu starken Gegner die Hand reichen müssen: der Bauer war  
nicht mehr aufzuhalten.

5   : 3